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Reguliertes Online-Glücksspiel in Deutschland: Markt ohne Wachstumsdynamik im ersten Quartal 2026

1. Quartal 2026: Wie viele Glücksspiel-Anbieter besitzen Zulassungen für den regulierten deutschen Markt?

[ Bild: Die Whitelist der GGL: Wie viele Lizenzen wurden an Online-Glücksspiel-Betreiber vergeben? ]

Mehr als zwei Jahre nach Inkrafttreten der Glücksspielrechtsreform zeigt sich der deutsche Online-Glücksspielmarkt weiterhin in einem weitgehend stabilisierten Zustand. Die aktuellen Daten für das erste Quartal 2026 lassen nur geringe Veränderungen erkennen und deuten auf ein zunehmend konsolidiertes Marktumfeld hin. Größere Expansionsbewegungen oder strukturelle Verschiebungen blieben im Berichtszeitraum aus.

Leichte Abschwächung in einzelnen Marktsegmenten

Insbesondere bei virtuellen Automatenspielen und staatlich regulierten Online-Casinospielen setzte sich die Phase der Marktberuhigung fort. Neue Anbieter traten im Vergleich zum vierten Quartal 2025 nicht in Erscheinung. Stattdessen weisen die aktuellen Kennzahlen auf eine leicht rückläufige Entwicklung innerhalb des regulierten Angebots hin.

Auch im Bereich der Lizenzvergabe blieb die Situation unverändert. Zusätzliche Konzessionen wurden nicht erteilt, während marktrelevante Innovationen oder nennenswerte Erweiterungen bestehender Produktportfolios ausblieben. Die operative Entwicklung bewegt sich damit weiterhin innerhalb eines eng definierten regulatorischen Rahmens.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im staatlich konzessionierten Lotteriewesen. Im ersten Quartal 2026 lag die Zahl der aktiven Anbieter bei 102 und damit leicht unter dem Niveau des Vorquartals. Hinweise auf eine spürbare Marktbelebung oder neue Wettbewerbsdynamiken waren nicht erkennbar.

Konsolidierung prägt den Gesamtmarkt

Der legale Online-Glücksspielmarkt in Deutschland präsentiert sich damit insgesamt als strukturell gefestigt, zugleich jedoch ohne erkennbare Wachstumsimpulse. Die Entwicklungen in den Bereichen Automatenspiele, Online-Casino und Lotterie sprechen für eine Marktphase, die zunehmend von Konsolidierung und regulatorischer Stabilität geprägt wird.

Der derzeitige Zustand deutet auf ein reifes Marktumfeld hin, in dem Expansion und Innovation nur noch in begrenztem Umfang stattfinden. Gleichzeitig bleibt offen, ob künftige regulatorische Anpassungen, technologische Entwicklungen oder veränderte Nachfrageimpulse neue Dynamik in den Markt bringen könnten.

Alle Lotterien 

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

107

125

Q2 2023

108

126

Q3 2023

114

115

Q4 2023

105

115

 

 

 

Q1 2024

106

117

Q2 2024

107

126

Q3 2024

107

124

Q4 2024

105

118

 

 

 

Q1 2025

105

118

Q2 2025

105

118

Q3 2025

105

118

Q4 2025

105

118

 

 

 

Q1 2026

102

116

 

Staatliches Lotteriewesen in Deutschland: Einheitliche Abläufe innerhalb föderaler Strukturen

Die staatlichen Lotteriegesellschaften der Bundesländer sind im Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) organisatorisch zusammengeführt. Innerhalb dieses Verbunds erfolgt eine enge Abstimmung zwischen den 16 Landesgesellschaften mit dem Ziel, zentrale Prozesse zu harmonisieren und die Verlässlichkeit des Spielbetriebs sicherzustellen.

Zu den wesentlichen Aufgaben des DLTB zählen die Durchführung der Ziehungen, die Ermittlung der Gewinnquoten sowie die standardisierte Veröffentlichung der Ergebnisse. Durch die gemeinsame Organisation entsteht ein Verfahren, das bundesweit einheitlich, transparent und revisionsfähig ausgestaltet ist.

Der Vertrieb staatlicher Lotterieprodukte basiert weiterhin auf einer dualen Struktur. Bundesweit gewährleisten rund 25.000 Annahmestellen die flächendeckende Präsenz im stationären Bereich und sichern zugleich die regionale Verankerung der Angebote. Ergänzend dazu betreiben alle Landeslotteriegesellschaften eigene digitale Plattformen für den Onlinevertrieb.

Die Kombination aus traditionellen Vertriebswegen und internetbasierten Angeboten trägt der fortschreitenden Digitalisierung des Spielverhaltens Rechnung. Gleichzeitig bleibt die Nähe zu regionalen Strukturen ein prägender Bestandteil des deutschen Lotteriesystems.

Die rechtliche Aufsicht über das Lotteriewesen liegt weiterhin bei den einzelnen Bundesländern. Damit bleibt die regulatorische Verantwortung föderal organisiert, während gleichzeitig bundesweit einheitliche Vorgaben zu Transparenz, Sicherheit und Spielerschutz gelten.

Unter dem organisatorischen Rahmen des DLTB werden zentrale Standards abgestimmt und technische Prozesse vereinheitlicht. Die operative Durchführung und hoheitliche Kontrolle verbleiben jedoch bei den Ländern.

 

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

16

16

Q2 2023

16

16

Q3 2023

16

16

Q4 2023

16

16

 

 

 

Q1 2024

16

16

Q2 2024

16

16

Q3 2024

16

16

Q4 2024

16

16

 

 

 

Q1 2025

16

16

Q2 2025

16

16

Q3 2025

16

16

Q4 2025

16

16

 

 

 

Q1 2026

16

16

 

Wohlfahrtslotterien in Deutschland: Sozial orientiertes Glücksspiel unter strenger Regulierung

Wohlfahrtslotterien zählen innerhalb des deutschen Glücksspielsystems zu den besonders streng regulierten und zugleich risikoarm eingestuften Angebotsformen. Die rechtliche Grundlage bildet § 12 Absatz 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der die Voraussetzungen für Betrieb, Zulassung und Ausgestaltung dieser Formate verbindlich festlegt.

Kennzeichnend ist dabei die Einordnung in eine Kategorie mit geringem Gefährdungspotenzial. Spielmechanismen, die suchtverstärkend wirken könnten, sind innerhalb dieses Segments ausdrücklich ausgeschlossen. Der regulatorische Rahmen dient damit nicht nur der rechtlichen Abgrenzung zu anderen Glücksspielarten, sondern zugleich dem Schutz der Teilnehmer und der Sicherung gemeinwohlorientierter Zielsetzungen.

Im Unterschied zu klassischen gewerblichen Glücksspielangeboten steht bei Wohlfahrtslotterien nicht die Erzielung wirtschaftlicher Gewinne im Mittelpunkt. Die generierten Einnahmen sind überwiegend für soziale, karitative oder kirchliche Zwecke vorgesehen und unterliegen einer verbindlichen Zweckbindung.

Zu den bekanntesten Akteuren zählen die Aktion Mensch e. V. sowie die Deutsche Postcode Lotterie. Beide Organisationen verfügen über eine langjährige Präsenz im gemeinnützigen Bereich und erfüllen die regulatorischen Anforderungen des deutschen Glücksspielrechts.

Die Kontrolle der Anbieter erfolgt durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die ein offizielles Verzeichnis aller zugelassenen Betreiber führt. Nach dem Stand vom 1. Quartal 2026 umfasste die Whitelist unverändert neun lizenzierte Anbieter mit insgesamt 25 genehmigten Online-Angeboten. Veränderungen gegenüber dem vorangegangenen Quartal wurden nicht registriert.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

7

18

Q2 2023

7

18

Q3 2023

7

18

Q4 2023

8

19

 

 

 

Q1 2024

8

19

Q2 2024

9

23

Q3 2024

9

23

Q4 2024

9

25

 

 

 

Q1 2025

9

25

Q2 2025

9

25

Q3 2025

9

25

Q4 2025

9

26

 

 

 

Q1 2026

9

26

 

Sparlotterien im deutschen Glücksspielsystem: Verbindung von Vorsorge und Gewinnprinzip

Sparlotterien nehmen innerhalb des regulierten Glücksspielmarkts in Deutschland eine Sonderstellung ein. Die Angebote werden überwiegend von Sparkassenorganisationen sowie genossenschaftlichen Banken getragen und kombinieren klassische Sparmechanismen mit einer ergänzenden Gewinnchance.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Glücksspiel selbst, sondern der Aufbau finanzieller Rücklagen. Der größte Teil des eingezahlten Betrags wird dem persönlichen Sparkonto gutgeschrieben, während lediglich ein kleiner Anteil in einen gemeinsamen Gewinnpool fließt.

Aus Sicht der Aufsichtsbehörden gelten Sparlotterien als risikoarme Spielform. Ausschlaggebend hierfür ist die Ausrichtung auf langfristige Kapitalbildung, während der Zufallsfaktor lediglich eine ergänzende Rolle einnimmt.

Das Modell erfüllt damit nicht nur finanzwirtschaftliche Zwecke, sondern besitzt zugleich eine sozialpolitische Komponente. Es soll privates Sparverhalten fördern, ohne die typischen Gefahren klassischer Glücksspiele in den Vordergrund zu rücken.

Die aktuellen Marktdaten für das 1. Quartal 2026 zeigen keine Veränderungen bei der Zulassungslage. Weder wurden neue Genehmigungen erteilt noch bestehende Konzessionen aufgehoben. Die unveränderte Anbieterstruktur gilt als Hinweis auf ein hohes Maß an regulatorischer Stabilität und auf gefestigte institutionelle Rahmenbedingungen.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

29

20

Q2 2023

29

20

Q3 2023

28

22

Q4 2023

28

22

 

 

 

Q1 2024

28

22

Q2 2024

28

23

Q3 2024

28

23

Q4 2024

28

23

 

 

 

Q1 2025

28

23

Q2 2025

28

23

Q3 2025

28

23

Q4 2025

28

23

 

 

 

Q1 2026

28

23

 

GKL im deutschen Glücksspielwesen: Länderübergreifende Organisation mit zentraler Funktion

Die Gemeinsame Klassenlotterie der Länder (GKL) nimmt innerhalb des deutschen Glücksspielsystems eine besondere Stellung ein. Sie ist das einzige Glücksspielunternehmen des Landes, das sich vollständig im Eigentum aller 16 Bundesländer befindet.

Zu den Aufgaben der Gesellschaft zählen neben der Durchführung traditioneller Klassenlotterien auch weitere Spielformen, die auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags zugelassen sind. Damit erfüllt die GKL eine zentrale Funktion innerhalb der staatlich regulierten Glücksspielordnung und übernimmt koordinierende Aufgaben im Auftrag der Länder.

Die heutige Organisationsstruktur entstand aus der Vereinigung der früher eigenständigen Nordwestdeutschen Klassenlotterie (NKL) und Süddeutschen Klassenlotterie (SKL). Mit dieser Fusion wurden zuvor getrennte regionale Systeme in einer gemeinsamen Trägergesellschaft zusammengeführt.

Die Bündelung der Strukturen führte zu einer Vereinheitlichung administrativer Prozesse und betrieblicher Standards. Gleichzeitig entstanden zentrale Governance-Regeln sowie klar definierte Zuständigkeiten innerhalb der Organisation. Ziel der Neustrukturierung war es, die Zusammenarbeit der Länder effizienter zu gestalten und einheitliche Rahmenbedingungen im Bereich der staatlichen Klassenlotterien zu schaffen.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

1

1

Q2 2023

1

1

Q3 2023

1

1

Q4 2023

1

1

 

 

 

Q1 2024

1

1

Q2 2024

1

1

Q3 2024

1

1

Q4 2024

1

1

 

 

 

Q1 2025

1

1

Q2 2025

1

1

Q3 2025

1

1

Q4 2025

1

1

 

 

 

Q1 2026

1

1

 

Regulierte Online-Lotterievermittlung in Deutschland: Leichte Marktbereinigung im ersten Quartal 2026

Die Vermittlung staatlicher Lotterieangebote über das Internet erfolgt in Deutschland weiterhin ausschließlich innerhalb eines streng regulierten Zulassungssystems. Für die Erteilung und Überwachung der Genehmigungen ist die Gemeinsame Klassenlotterie der Länder (GKL) verantwortlich.

Eine Zulassung setzt umfangreiche Nachweise zur technischen Stabilität, zur vollständigen Dokumentation der Geschäftsabläufe sowie zur Transparenz der betrieblichen Prozesse voraus. Mit diesen Vorgaben soll sichergestellt werden, dass sich lizenzierte Anbieter klar von nicht regulierten Marktteilnehmern abgrenzen und gleichzeitig hohe Standards beim Verbraucher- und Vertrauensschutz eingehalten werden.

Die konzessionierten Betreiber unterliegen umfassenden regulatorischen Anforderungen. Hierzu zählen unter anderem zertifizierte Sicherheitsmaßnahmen, revisionssichere Aufzeichnungen sämtlicher Transaktionen sowie regelmäßige Berichts- und Kontrollpflichten gegenüber den zuständigen Landesbehörden.

Durch diese Auflagen soll gewährleistet werden, dass technische Systeme nachvollziehbar bleiben und die Integrität des digitalen Vertriebs dauerhaft überprüft werden kann.

Nach den aktuellen Erhebungen waren zum Ende des ersten Quartals 2026 insgesamt 35 Unternehmen im Bereich der Online-Lotterievermittlung mit gültiger Lizenz tätig. Im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum entspricht dies einem leichten Rückgang.

Auch die Zahl der registrierten Plattformen entwickelte sich rückläufig und lag zuletzt bei 29 aktiven Angeboten. Die Daten deuten damit auf eine fortschreitende Konsolidierung innerhalb des regulierten Marktsegments hin.

Trotz der leicht sinkenden Kennzahlen bleibt die Online-Lotterievermittlung ein etablierter Bestandteil des staatlich regulierten Glücksspielsystems in Deutschland.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

43

45

Q2 2023

43

45

Q3 2023

41

42

Q4 2023

41

42

 

 

 

Q1 2024

41

42

Q2 2024

42

42

Q3 2024

41

41

Q4 2024

39

37

 

 

 

Q1 2025

38

34

Q2 2025

38

33

Q3 2025

38

33

Q4 2025

38

33

 

 

 

Q1 2026

35

29

 

Online-Spielvermittler im deutschen Lotteriemarkt: Konsolidierte Entwicklung zu Beginn des Jahres 2026

Online-Spielvermittler übernehmen im deutschen Lotteriewesen eine zentrale Funktion im digitalen Vertrieb staatlicher Angebote. Anders als klassische Veranstalter organisieren sie keine eigenen Lotterien, sondern übermitteln Spielaufträge direkt an die jeweiligen Landeslotteriegesellschaften.

Ein wesentlicher Bestandteil ihres Geschäftsmodells ist die Organisation von Tippgemeinschaften. Zusätzlich ermöglichen die Plattformen auch die Teilnahme an Einzelspielen über digitale Anwendungen und Webportale. Sämtliche Prozesse unterliegen dabei detaillierten regulatorischen Vorgaben, die insbesondere auf technische Sicherheit, transparente Abläufe und eine nachvollziehbare Datenverarbeitung abzielen.

Die Tätigkeit der Vermittlungsunternehmen ist an eine behördliche Genehmigung gebunden. Voraussetzung für den Betrieb sind verbindliche Standards in den Bereichen Informationssicherheit, Dokumentation von Spieltransaktionen sowie Transparenz der Geschäftsprozesse.

Diese regulatorischen Anforderungen sollen sicherstellen, dass sich lizenzierte Vermittler klar von nicht kontrollierten oder illegalen Online-Angeboten unterscheiden. Gleichzeitig dienen sie dem Schutz der Teilnehmer und der dauerhaften Überprüfbarkeit der technischen Systeme.

Nach den offiziellen Marktangaben waren zum Ende des ersten Quartals 2026 bundesweit 13 zugelassene Online-Spielvermittler aktiv. Zusammen betrieben diese Unternehmen 21 digitale Plattformen im Bereich der Lotterievermittlung.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

10

15

Q2 2023

11

16

Q3 2023

11

16

Q4 2023

11

16

 

 

 

Q1 2024

12

18

Q2 2024

12

20

Q3 2024

12

20

Q4 2024

12

20

 

 

 

Q1 2025

13

19

Q2 2025

13

20

Q3 2025

13

20

Q4 2025

13

20

 

 

 

Q1 2026

13

21

 

Regulierte Online-Pferdewetten in Deutschland: Leichte Anpassungen zu Jahresbeginn 2026

Der deutsche Markt für lizenzierte Online-Pferdewetten zeigte im ersten Quartal 2026 nur geringe Veränderungen. Zwar verfügten weiterhin fünf Unternehmen über eine gültige Konzession, die Zahl der betriebenen Plattformen reduzierte sich jedoch leicht von sieben auf sechs Angebote.

Die aktuellen Kennzahlen deuten damit auf eine moderate Marktbereinigung hin, ohne dass sich grundlegende Verschiebungen innerhalb des Segments erkennen lassen.

Die Standortstruktur der konzessionierten Betreiber blieb unverändert international geprägt. Zwei der zugelassenen Unternehmen haben ihren Sitz in Deutschland, während drei weitere Gesellschaften von Malta aus operieren.

Die starke Präsenz maltesischer Anbieter unterstreicht erneut die Bedeutung des Inselstaats als europäischer Standort für digitale Glücksspielunternehmen und spiegelt die grenzüberschreitende Ausrichtung des Online-Wettmarktes wider.

Trotz des leichten Rückgangs bei der Zahl der Plattformen präsentiert sich das Segment der Online-Pferdewetten weiterhin als stabiler Bestandteil des regulierten Glücksspielmarktes in Deutschland.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

6

7

Q2 2023

6

7

Q3 2023

6

7

Q4 2023

6

7

 

 

 

Q1 2024

5

6

Q2 2024

5

6

Q3 2024

5

6

Q4 2024

5

7

 

 

 

Q1 2025

5

7

Q2 2025

5

7

Q3 2025

5

7

Q4 2025

5

7

 

 

 

Q1 2026

5

6

 

Regulierte Online-Sportwetten in Deutschland: Mehr Plattformen bei stabiler Anbieterzahl im ersten Quartal 2026

Der deutsche Markt für lizenzierte Online-Sportwetten zeigte sich zum Ende des ersten Quartals 2026 insgesamt stabil. 29 Unternehmen verfügten über eine gültige Genehmigung für den Betrieb von Sportwettenangeboten im Internet.

Die Zahl der Konzessionäre sowie die Anzahl der aktiven Plattformen nahmen leicht zu. Insgesamt waren zuletzt 36 Online-Angebote registriert und damit mehr als im vorangegangenen Berichtszeitraum.

Zu den wesentlichen Veränderungen innerhalb des Quartals zählt die Wiederaufnahme der Plattform bet3000, die nach einer temporären Sperrung seit Januar 2026 erneut verfügbar ist. Betreiberin ist nun die I.B.C. Sportsbetting Limited.

Darüber hinaus erweiterte die NetX Betting Limited ihre Marktpräsenz und brachte zu Beginn des Jahres drei zusätzliche Plattformen online. Neu auf dem Markt ist das maltesische Unternehmen Starlet Entertainment Limited mit der Sportwetten-Webseite letsbet.de.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass sich das Marktgeschehen derzeit sowohl über neue Lizenznehmer als auch über die Ausweitung bestehender Angebotsstrukturen verändert, wenn auch in niedriger Anzahl.

Die Verteilung der Unternehmenssitze verdeutlicht weiterhin die starke europäische Ausrichtung des regulierten Online-Sportwettenmarktes. Lediglich ein Anbieter ist in Deutschland registriert. Zwei weitere Unternehmen haben ihren Sitz in Österreich, ein Konzessionär stammt aus Frankreich.

Der überwiegende Teil der Lizenznehmer operiert jedoch weiterhin von Malta aus. Der Inselstaat bleibt damit das wichtigste europäische Zentrum für Anbieter digitaler Sportwetten und prägt die internationale Struktur des Marktes maßgeblich.

Die geografische Konzentration auf Malta unterstreicht die grenzüberschreitende Organisation des regulierten Online-Glücksspiels innerhalb Europas. Gleichzeitig zeigt die stabile Zahl der Konzessionen, dass sich der deutsche Sportwettenmarkt weiterhin in einem konsolidierten regulatorischen Rahmen bewegt.

Trotz einzelner Erweiterungen bei den Plattformangeboten sind derzeit keine grundlegenden Strukturveränderungen erkennbar. Vielmehr deutet die Entwicklung auf ein Marktumfeld hin, das von institutioneller Stabilität und einer fortschreitenden Konsolidierung bestehender Anbieter geprägt wird.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

36

40

Q2 2023

30

36

Q3 2023

31

37

Q4 2023

31

39

 

 

 

Q1 2024

30

37

Q2 2024

30

37

Q3 2024

29

36

Q4 2024

29

34

 

 

 

Q1 2025

29

33

Q2 2025

29

33

Q3 2025

28

31

Q4 2025

28

31

 

 

 

Q1 2026

29

36

 

Regulierte Online-Automatenspiele: Konsolidierung prägt den deutschen Markt Anfang 2026

Mit der Einführung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 erhielten virtuelle Automatenspiele in Deutschland erstmals eine rechtliche Grundlage innerhalb eines staatlich regulierten Systems. Die Marktöffnung markierte den Beginn einer Phase intensiver Expansion, in der zahlreiche Anbieter ihre Präsenz im legalen Online-Sektor ausbauten.

Eine prägende Rolle in dieser frühen Entwicklungsphase übernahm die Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH (DGGS). Das Unternehmen startete bereits im Juni 2022 als erster lizenzierter Betreiber mit den Plattformen JackpotPiraten und BingBong und setzte damit früh regulatorische und technische Standards für den legalen Markt. Themen wie Compliance, Spielerschutz und technische Sicherheit rückten dadurch stärker in den Mittelpunkt der Branche.

Nach mehreren Jahren dynamischer Entwicklung zeigen die aktuellen Marktdaten nun eine zunehmende Konsolidierung. Zum Ende des ersten Quartals 2026 verfügten noch 35 Betreiber über eine gültige Erlaubnis für Online-Automatenspiele.

Gegenüber dem vierten Quartal 2025 entspricht dies einem Rückgang um zwei Anbieter. Parallel dazu verringerte sich auch die Zahl der aktiven Plattformen leicht, was auf eine schrittweise Marktbereinigung innerhalb des regulierten Umfelds hindeutet.

Die Standortverteilung der Lizenznehmer verdeutlicht weiterhin die internationale Ausrichtung des Segments. Acht Unternehmen sind in Deutschland registriert, ein weiterer Anbieter hat seinen Sitz in Österreich. Die Mehrheit der Betreiber, insgesamt 26 Unternehmen, ist jedoch weiterhin auf Malta ansässig.

Die starke Stellung Maltas im europäischen Online-Glücksspielmarkt basiert auf mehreren Faktoren. Dazu zählen langjährige regulatorische Erfahrung, spezialisierte Lizenzierungsverfahren sowie eine technische Infrastruktur, die auf digitale Glücksspielangebote ausgerichtet ist. Dadurch bleibt der Inselstaat ein zentraler Standort für international tätige Glücksspielunternehmen innerhalb des europäischen Binnenmarkts.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

29

70

Q2 2023

39

119

Q3 2023

40

120

Q4 2024

39

120

 

 

 

Q1 2024

39

120

Q2 2024

39

121

Q3 2024

39

122

Q4 2024

37

106

 

 

 

Q1 2025

37

108

Q2 2025

38

108

Q3 2025

37

107

Q3 2025

37

107

 

 

 

Q1 2026

35

102

 

Online-Poker: Stabile Anbieterstruktur zu Beginn des Jahres 2026

Der deutsche Markt für staatlich reguliertes Online-Poker zeigte im ersten Quartal 2026 keine strukturellen Veränderungen. Nach den aktuellen Angaben der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) umfasst die offizielle Whitelist weiterhin fünf zugelassene Betreiber, die insgesamt sieben Online-Plattformen anbieten.

Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal blieb die Marktstruktur vollständig konstant. Weder wurden zusätzliche Lizenzen vergeben noch bestehende Genehmigungen aufgegeben. Die Entwicklung deutet damit auf ein weitgehend gefestigtes Marktumfeld innerhalb des regulierten Online-Pokersegments hin.

Die unveränderten Kennzahlen sprechen für eine Phase fortschreitender Konsolidierung. Der Markt bewegt sich weiterhin innerhalb klar definierter regulatorischer Vorgaben, die hohe Anforderungen an technische Sicherheit, Spielerschutz und betriebliche Transparenz stellen.

Größere Wettbewerbsverschiebungen oder neue Marktdynamiken waren im Berichtszeitraum nicht erkennbar. Stattdessen prägen institutionelle Stabilität und verlässliche Aufsichtsstrukturen das aktuelle Marktbild.

Sämtliche konzessionierten Anbieter verfügen weiterhin über eine Registrierung auf Malta. Die starke Konzentration der Betreiber auf den Inselstaat unterstreicht dessen Bedeutung als zentraler Standort für digitale Glücksspielunternehmen innerhalb der Europäischen Union.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

4

6

Q2 2023

5

7

Q2 2023

5

7

Q4 2023

5

7

 

 

 

Q1 2024

5

7

Q2 2024

5

7

Q3 2024

5

7

Q4 2024

5

7

 

 

 

Q1 2025

5

7

Q2 2025

5

7

Q3 2025

5

7

Q4 2025

5

7

 

 

 

Q1 2026

5

7

 

Regulierte Online-Casinospiele in Deutschland: Markt ohne Bewegung im ersten Quartal 2026

Der Markt für staatlich lizenzierte Online-Casinospiele in Deutschland zeigte im ersten Quartal 2026 keine strukturellen Veränderungen. Weiterhin verfügten fünf Betreiber über eine gültige Genehmigung für den legalen Betrieb entsprechender Angebote. Die Zahl der zugelassenen Plattformen blieb ebenfalls konstant und lag unverändert bei acht aktiven Online-Angeboten.

Im Verlauf des Quartals wurden weder zusätzliche Lizenzen vergeben noch bestehende Genehmigungen entzogen oder zurückgegeben. Die regulatorische Ausgangslage blieb damit vollständig stabil. Auch Hinweise auf neue Marktteilnehmer, erweiterte Angebotsstrukturen oder größere operative Veränderungen waren nicht erkennbar.

Die aktuellen Kennzahlen sprechen für einen Markt, der sich weiterhin in einer Phase begrenzter Dynamik befindet. Wachstumssignale oder strukturelle Expansionen bleiben bislang aus.

Zeitraum

Anzahl Erlaubnisse

Anzahl Portale

Q1 2023

0

0

Q2 2023

0

0

Q3 2023

0

0

Q4 2023

0

0

 

 

 

Q1 2024

1

1

Q2 2024

1

1

Q3 2024

5

6

Q4 2024

5

8

 

 

 

Q1 2025

5

8

Q2 2025

5

8

Q3 2025

5

8

Q4 2025

5

8

 

 

 

Q1 2026

5

8

 

EU diskutiert neue Einnahmequellen: Online-Glücksspiel und Krypto im Fokus möglicher Abgaben

Die Europäische Union erwägt im Zuge der Verhandlungen über den nächsten langfristigen Gemeinschaftshaushalt neue Einnahmequellen. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Abgaben auf digitale Geschäftsmodelle, Kryptotransaktionen und Online-Glücksspielangebote. Hintergrund ist der steigende Finanzbedarf der EU für gemeinsame Investitionen und zusätzliche politische Aufgaben in den kommenden Jahren.

Das Europäische Parlament verabschiedete im April seine Position zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für den Zeitraum von 2028 bis 2034. Darin sprechen sich die Abgeordneten für zusätzliche sogenannte Eigenmittel aus, mit denen der milliardenschwere Haushalt künftig finanziert werden soll. Neben einer allgemeinen Digitalsteuer werden ausdrücklich auch eine Abgabe auf Gewinne aus Kryptowährungen sowie eine spezifische Besteuerung des Online-Glücksspiels genannt.

Online-Glücksspiel als mögliche Einnahmequelle

Besonders die geplante Glücksspielabgabe sorgt innerhalb der Branche bereits für Diskussionen. Nach Einschätzung von Branchenvertretern könnte eine zusätzliche europäische Steuer den regulierten Markt erheblich belasten. Hintergrund ist, dass lizenzierte Anbieter in vielen Mitgliedstaaten bereits hohen nationalen Steuer- und Abgabenlasten unterliegen.

In Deutschland beispielsweise gilt für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker bereits eine Einsatzsteuer von 5,3 Prozent. Eine zusätzliche europäische Abgabe könnte nach Einschätzung von Marktteilnehmern die wirtschaftlichen Spielräume legaler Betreiber weiter einschränken. Dies hätte potenziell Auswirkungen auf Produktgestaltung, Wettbewerbsfähigkeit und Auszahlungsquoten.

EGBA warnt vor Wettbewerbsnachteilen

Kritik kommt unter anderem von der European Gaming and Betting Association (EGBA). Der Branchenverband hält eine einheitliche europäische Glücksspielabgabe derzeit für kaum praktikabel. Als Hauptgrund verweist die Organisation auf die stark unterschiedlichen regulatorischen Systeme innerhalb der Mitgliedstaaten.

Nach Auffassung der EGBA könnte eine zusätzliche Steuer insbesondere den legalen und regulierten Markt schwächen, während nicht lizenzierte Anbieter indirekt profitieren würden. Diese Unternehmen unterliegen häufig weder europäischen noch nationalen Steuerpflichten und könnten dadurch attraktivere Konditionen anbieten.

EGBA-Generalsekretär Maarten Haijer warnte in diesem Zusammenhang davor, dass streng regulierte Anbieter durch zusätzliche finanzielle Belastungen im Wettbewerb mit dem Schwarzmarkt weiter unter Druck geraten könnten. Haijer erklärte:

„Die heutige Abstimmung ist ein vorläufiger, bedingter Aufruf an die Mitgliedstaaten, die Idee einer EU-Abgabe auf Online-Glücksspiele zu prüfen. Es handelt sich weder um einen Vorschlag noch um eine Entscheidung. Glücksspiele sind derzeit auf EU-Ebene nicht harmonisiert und es gibt keine Rechtsgrundlage, um eine solche Abgabe zu definieren, zu verwalten oder einzuziehen. Abgesehen von diesen rechtlichen Hindernissen hätte die Einführung einer weiteren Abgabe zusätzlich zu den bestehenden nationalen Steuern – in einem Sektor, in dem lizenzierte Betreiber in einigen Mitgliedstaaten bereits mit Sätzen von über 50 % der Bruttospielerträge besteuert werden – nur einen Gewinner: illegale Betreiber.“

Haijer fügt hinzu, dass illegale Anbieter den Spielern bereits jetzt attraktivere Produkte und Preise anbieten könnten, ohne dass die Verbraucherschutzmaßnahmen gelten, die lizenzierte Anbieter gewährleisteten.

Die Einführung einer EU-Abgabe würde diese Situation noch verschlimmern: Sie würde den Schwarzmarkt ausweiten, den Verbraucherschutz für EU-Bürger beeinträchtigen und die Steuereinnahmen der Mitgliedstaaten insgesamt verringern.

Spannungsverhältnis zwischen EU-Recht und nationaler Regulierung

Die Debatte erhält zusätzliche Brisanz durch jüngste rechtliche Entwicklungen auf europäischer Ebene. Erst vor wenigen Wochen hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) die besondere Bedeutung nationaler Glücksspielregelungen hervorgehoben. Glücksspiel gilt innerhalb der EU traditionell als Bereich mit weitreichenden Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten.

Vor diesem Hintergrund wird nun diskutiert, wie eine europaweite Glücksspielabgabe mit den bestehenden nationalen Regulierungsmodellen vereinbar wäre. Experten verweisen darauf, dass die Einführung neuer EU-Steuern die Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten erfordert. Einzelne Staaten mit starker Glücksspielindustrie oder eigenen regulatorischen Interessen könnten entsprechende Pläne blockieren.

Finanzierung der EU bleibt zentrale Herausforderung

Die Vorschläge des Europäischen Parlaments sind Teil einer umfassenderen Debatte über die künftige Finanzierung der Europäischen Union. Angesichts wachsender Ausgaben für Verteidigung, Digitalisierung, Klimapolitik und wirtschaftliche Transformation sucht die EU nach zusätzlichen und dauerhaft verfügbaren Einnahmequellen.

Ob sich die vorgeschlagenen Abgaben politisch durchsetzen lassen, bleibt jedoch offen. Insbesondere im Bereich des Online-Glücksspiels dürften Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, der nationalen Zuständigkeiten und der Bekämpfung illegaler Anbieter eine zentrale Rolle in den weiteren Verhandlungen spielen.

Quellen:

Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Whitelist

Handelsblatt

European Betting & Gaming Association (EGBA)

veröffentlicht am: Dienstag, 12. Mai 2026
überarbeitet am: Mittwoch, 13. Mai 2026
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Whitelist,  Online-Glücksspiel,  Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder,  GGL,  Lizenzen Online-Glücksspiel 

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